Konfliktmanagement im Arbeitsalltag

Tools für Konstruktive virtuelle Konfliktklärung –

STATT AUSSITZEN UND SICH AUF DIE NERVEN GEHEN

 

Auch wenn wir es gerne anders hätten:

 

Konflikte gehören für soziale Wesen mit unterschiedlichen Auffassungen, Interessen, Zielen und Bedürfnissen unvermeidbar zum Leben und zum Arbeitsalltag.

 

Lernen Sie deshalb, mit Ihnen rechtzeitig und lösungsorientiert umzugehen! 

 

 

Denn wer zu lange wartet, sie ignoriert, vermeidet oder aussitzt, riskiert eine Negativspirale:

Aus Differenzen im Denken, Handeln und Fühlen werden handfeste Konflikte mit verhärteten Fronten – sie erschweren das gegenseitige Verstehen – Konflikte stauen sich an – die Beteiligten ziehen sich zurück – sie arbeiten unmotivierter – und schlimmstenfalls entstehen psychische und körperliche Beeinträchtigungen. 

Corona gepaart mit der virtuellen Arbeit beeinflusst die Intensität der Konflikte und die Emotionen der Beteiligten – all das löst häufig Ängste aus. Gerade in Krisen und unter den neuen Rahmenbedingungen zeigt es sich, wie souverän Beteiligte mit Konflikten umgehen.

 

Die Onlinevariante der Konfliktklärung bringt zwar einige Nachteile mit sich. So gehen viele nonverbale Kommunikationssignale und gruppendynamische Effekte verloren. Auch hinsichtlich der Vertraulichkeit bestehen höhere Risiken, denn es kann nicht zu hundert Prozent ausgeschlossen werden, dass im Hintergrund noch weitere Personen anwesend sind (z. B. die Familie im Homeoffice). Diese Nachteile halten sich jedoch gemessen an den positiven Effekten einer Konfliktklärung im Rahmen.

 

Die virtuelle Konfliktklärung bringt jedoch auch Vorteile mit sich. Bei besonders emotionsgeladenen Konflikten kann die Distanz sehr hilfreich sein. Auch bei hohem zeitlichem Druck zur Konfliktlösung zwischen weit entfernt arbeitenden Beteiligten ist die virtuelle Klärung eine sinnvolle Alternative.

 

Noch eine gute Nachricht: Konfliktfähigkeit und Konfliktbewältigung können gelernt und entwickelt werden! 

 

Ziele

Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen das bessere Verständnis der Dynamik von Konflikten, das Reflektieren der eigenen und fremden Konfliktmuster und das Erweitern des eigenen Handlungsrepertoires im Umgang mit Konflikten.

Sie lernen, Konflikte ohne räumliche Präsenz zu erkennen und zu bearbeiten, erhalten Impulse und experimentieren mit Methoden und Tools des lösungsfokussierten Konfliktmanagements im virtuellen Raum. Sie erproben sich in der Moderation und reflektieren ihr Vorgehen, Verhalten und die technischen Werkzeuge.

Dieses Training soll Sie in Ihrer Haltung und in ihrem Vorgehen stärken und ermutigen, Konflikte auch online souverän anzugehen und zu meistern. 

 

Inhalte

Die folgenden Trainingsinhalte stellen eine Angebotsauswahl dar, die anhand des individuellen Bedarfes der Unternehmen und Teilnehmenden spezifiziert und angepasst wird.

 

1. Seminartag: 

Konflikte erkennen

      Individuelle Zielbestimmung

      Definitionen und Verständnis von Konflikten 

 

Konfliktdynamik und Eskalation

      Entstehung und Dynamik von Konflikten

      Schritte der Eskalation

      Ursachen und Besonderheiten virtueller Konflikte

      Chancen und Schaden von Konflikten 

 

Persönliches Verhalten in Konfliktsituationen

      Eigene Einstellung zu Konflikten und Konfliktsituationen reflektieren

      Eigenes Verhalten erkennen und verstehen (Analyse des eigenen Konfliktstils)

      Der Konfliktkompass – konstruktive und destruktive Verhaltensweisen erkennen

      Lösungsfokussierte versus problemorientierte Kommunikation und Intervention

 

Konstruktives Konfliktverhalten und Kommunikationswerkzeuge

      Bedürfnisse und Interessen

      Emotionale Ebene erkennen und von der Sachebene unterscheiden

      Wahrnehmung und Bewertung – Die Interpretation der Wirklichkeit

      Wege konfliktarmer Kommunikation: Praxiselemente der „Gewaltfreien Kommunikation“ (GFK)

      Umgang mit Emotionen – die eigenen und andere Muster kennen

      Empathisches, aktives Zuhören in der Praxis

      Dialogisches Doppeln – auf den Tisch statt zwischen den Zeilen

      Perspektive wechseln

 

2. Seminartag: 

Körpersprache – Worte können täuschen, doch der Körper lügt nie!

Erstarrte Gesichter, keine erkennbaren Reaktionen – die non-verbale Landschaft vieler virtueller Meetings gleicht noch stark einer Wüste. Das hat Folgen für die Effektivität der Kommunikation, aber auch für den Teamzusammenhalt.

      Körpersprache analysieren – wenn wir das ehrlichste Körperteil (die Füße) nicht sehen 

      Der höhere Wahrheitsgehalt der negativen Signale

Nonverbale Botschaften in Videokonferenzen  

  

Die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg (GFK) in der Praxis

      Vier Schritte zur Konfliktlösung in der Praxis gehen – Fallbearbeitung 

 

Systemisches Konsensieren (SK) – eine Methode der Entscheidungsfindung

SK ist eine Haltung und Form des Entscheidens, die Menschen zusammenbringt, anstatt sie zu trennen. Es ist ein System, mit dem gemeinsam pragmatische, effiziente und nachhaltige Problemlösungen mit hoher Umsetzungsakzeptanz gestaltet werden können. Werden Lösungen nach dem SK-Prinzip gesucht, geht es nicht um den schnellen Kompromiss. Es geht auch nicht darum, demjenigen zuzusprechen, der am lautesten schreit oder den zu ignorieren, der am meisten Probleme macht. SK ist jene Methode, die eine Lösung sucht, die am wenigsten abgelehnt wird und daher dem Konsens am nächsten kommt. Sie orientiert sich daran, wie groß oder klein der Widerstand ist.

      SK-Methode kennen lernen: Problem – Aufmachen – Zumachen – Auf den Punkt kommen – Konsens

      SK-Methode ausprobieren

      Erfahrungen reflektieren

 

Konfliktmoderation in 6 Schritten

      6 Schritte kennen lernen

      Ausprobieren in der Fallbearbeitung

      Erfahrungen reflektieren

 

3. Seminartag für Führungskräfte: 

Im Mittelpunkt des dritten Seminartages steht die Rolle der Führungskraft in der praktischen Konfliktmoderation und das weitere Erproben und Anwenden der Tools. Es geht um Üben – Reflektieren – Perspektiven einnehmen – Ausprobieren – Beobachten – Feedback geben und nehmen – Erfahrungen sammeln und aus Fehlern lernen.

 

Konflikte im Team

      Die besondere Rolle als Führungskraft in der Konfliktmoderation

      Konflikte im Team als Führungskraft frühzeitig erkennen

      Intervention bei Konflikten zwischen Mitarbeitern – wie und wann?

      Konfliktmoderation im Team oder ein 4-Augengespräch?

      Vorbereitung einer Konfliktmoderation

      Konflikte zwischen Mitarbeitern in 7 Schritten beilegen

 

Einsatz von Fragen

      Quadratische Konfliktanalyse

 

Optional und fallabhängig weitere themenabhängige Tools – beispielsweise:

      Mittels Therm-O-Meter mit Doppelskala effizient Konfliktthemen finden

      Der Vorwurf als Chance – Vorwürfe umformulieren, Erwartungen und Wünsche verhandeln und klären

      Mit Fragen das Denken verändern

 

 

Ihr Mehrwert:

Sie bekommen Motivation, Struktur und konkrete Hilfestellungen, um Konfliktlösungen im virtuellen Raum erfolgreich anzugehen. Durch Erfahrungsaustausch und kollegiale Beratung zu speziellen Fragen und besonderen Anwendungsherausforderungen des lösungsfokussierten Konfliktmanagements stärken Sie Ihre persönliche Haltung.

 

Während des gesamten Seminars nutzen Sie aktiv virtuelle Werkzeuge zur Visualisierung, Umfrage, Entscheidungsfindung etc.

 

Sie erhalten Leitfäden & Tools zur Analyse und zu Herangehensweisen an Konflikte, erproben sich und erhalten Feedback zu Ihrer Wirkung auf dem Bildschirm sowie zu ihrer Gesprächsführung.

 

Zielgruppe:

Tag 1-2: Mitarbeitende, Berater, Projektverantwortliche mit/ohne Führungsverantwortung, Führungskräfte

Tag 3:    Führungskräfte und Projektverantwortliche, die Konflikte moderieren

 

Dauer:

2 Tage für Mitarbeitende, Berater, Projektverantwortliche mit/ohne Führungsverantwortung

3 Tage für Führungskräfte und Projektverantwortliche, die Konflikte moderieren

 

Termine: Bitte stimmen Sie Ihre individuellen Terminwünsche als Unternehmen oder Organisation mit mir ab.

 

Ich freue mich auf Ihre E-Mail oder Ihren Anruf! Meine Kontaktdaten...

 



Gemeint sind immer alle Geschlechter (männlich/weiblich/divers).